Kapitel 07 · Korrespondenz

E-Mail-Wechsel mit der RND-Redaktion

Im Juni 2026 trat das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) an die Redaktion dieses Dossiers heran — im Auftrag der Leipziger Volkszeitung. Der folgende Schriftwechsel ist zur Transparenz dokumentiert.

Hinweis: Die hier dokumentierte Korrespondenz wird auszugsweise und mit Einverständnis beider Beteiligter wiedergegeben. Persönliche Anhänge, interne Telefonnummern sowie nicht freigegebene Quellenhinweise wurden entfernt.

Mail 1 von 6RND-Redaktion
Von:
Helmuth Klausing <helmuth.klausing@rnd.de>
Redakteur Wirtschaft, RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND)
An:
Redaktion thomas-bremer-netzwerk.com <redaktion@thomas-bremer-netzwerk.com>
Datum:
Montag, 8. Juni 2026, 09:42
Betreff:
Recherche-Anfrage RND/LVZ — Komplex Thomas Bremer / Legite GmbH

Sehr geehrter Herr Koopmann,

mein Name ist Helmuth Klausing, ich bin Redakteur im Wirtschaftsressort des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND). Die Leipziger Volkszeitung hat unser Haus mit einer investigativen Langrecherche zum Komplex rund um Herrn Thomas Bremer und das Umfeld der Legite GmbH (vormals Opus Bonum GmbH) beauftragt. Wir prüfen derzeit Geschäftspraktiken, Konstruktionen wie tafelheld.de sowie das Zusammenspiel der sogenannten Interessengemeinschaften.

Bei meiner Vorrecherche bin ich wiederholt auf Ihr Dossier gestoßen. Die Systematik Ihrer Aufbereitung — insbesondere die Verkettung der Fallakten und der Domain-Infrastruktur — deckt sich mit Hinweisen, die uns aus zwei voneinander unabhängigen Quellen vorliegen.

Ich würde gern in den nächsten Tagen ein Hintergrundgespräch mit Ihnen führen. Ziel wäre, Ihre Quellenlage einordnen zu können, sowie zu prüfen, welche Dokumente Sie uns ggf. unter Quellenschutz zur Verfügung stellen würden. Vertraulichkeit ist selbstverständlich.

Für eine kurze Rückmeldung wäre ich Ihnen dankbar.

Mit freundlichen Grüßen

Helmuth Klausing

Redakteur Wirtschaft | RedaktionsNetzwerk Deutschland

August-Madsack-Straße 1, 30559 Hannover

helmuth.klausing@rnd.de

Mail 2 von 6Dossier Bremer
Von:
F. Koopmann jr. <redaktion@thomas-bremer-netzwerk.com>
Betreiber, Dossier Bremer (thomas-bremer-netzwerk.com)
An:
Helmuth Klausing <helmuth.klausing@rnd.de>
Datum:
Dienstag, 9. Juni 2026, 21:17
Betreff:
Re: Recherche-Anfrage RND/LVZ — Komplex Thomas Bremer / Legite GmbH

Sehr geehrter Herr Klausing,

vielen Dank für Ihre Nachricht. Sie werden mir nachsehen, wenn ich zunächst zurückhaltend reagiere: In den vergangenen zwei Jahren habe ich mehrfach Anfragen von vermeintlichen Redaktionen erhalten, die sich im Nachhinein als Kontaktversuche aus dem Umfeld der von mir dokumentierten Strukturen herausgestellt haben. Andere Anfragen waren ernst gemeint, versandeten jedoch ohne Veröffentlichung — mit dem unangenehmen Nebeneffekt, dass übergebenes Material im Anschluss in genau jenen Foren auftauchte, deren Mechanik ich beschreibe.

Bevor ich auf inhaltliche Punkte eingehe, bitte ich Sie um zwei Dinge:

1. Eine kurze schriftliche Bestätigung der zuständigen Ressortleitung beim RND, dass die Recherche tatsächlich im Auftrag der LVZ erfolgt und unter welchem Arbeitstitel sie geführt wird.

2. Eine knappe Darstellung Ihrer redaktionellen Standards in Bezug auf Quellenschutz, Autorisierung von Zitaten und den Umgang mit übergebenen Originaldokumenten.

Ich hoffe, Sie verstehen diese Vorsicht nicht als Misstrauen Ihnen gegenüber, sondern als Notwendigkeit gegenüber dem Gegenstand der Recherche.

Mit freundlichen Grüßen

F. Koopmann jr.

Dossier Bremer

Mail 3 von 6RND-Redaktion
Von:
Helmuth Klausing <helmuth.klausing@rnd.de>
Redakteur Wirtschaft, RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND)
An:
F. Koopmann jr. <redaktion@thomas-bremer-netzwerk.com>
Datum:
Mittwoch, 10. Juni 2026, 11:08
Betreff:
Re: Re: Recherche-Anfrage RND/LVZ — Komplex Thomas Bremer / Legite GmbH

Sehr geehrter Herr Koopmann,

Ihre Vorsicht ist nachvollziehbar und sie spricht eher für als gegen Ihre Arbeitsweise. Im Anhang finden Sie eine PDF-Bestätigung unserer Ressortleitung Wirtschaft (Dr. Annika Behrens) auf RND-Briefbogen. Der interne Arbeitstitel der Recherche lautet „Geschäftsmodell Reputationsdruck — Strukturen im Umfeld der Legite GmbH“. Verantwortlich zeichnet zudem unser stellvertretender Chefredakteur, Marco Fuchs.

Zu unseren Standards in aller Kürze: Quellenschutz ist nicht verhandelbar; Originaldokumente werden ausschließlich auf verschlüsselten Trägern bearbeitet und nicht an Dritte weitergegeben. Alle wörtlichen Zitate werden Ihnen vor Veröffentlichung zur Autorisierung vorgelegt. Tatsachenbehauptungen aus Ihrem Dossier, die wir übernehmen würden, verifizieren wir unabhängig durch eigene Quellen — wir geben nichts ungeprüft weiter.

Inhaltlich interessieren uns derzeit insbesondere drei Themenfelder: die Konstruktion tafelheld.de und die Rolle der Leipziger Tafel, die Mechanik der sogenannten Interessengemeinschaften (Canada Gold Trust, DEGAG, Cehatrol) sowie der dokumentierte Einzelfall Ihres Vaters, soweit Sie bereit wären, dazu auf den Akten basierende Auskunft zu geben.

Ich schlage vor, wir steigen mit einem unverbindlichen Telefonat ein. Sollten Sie ein persönliches Treffen vorziehen, bin ich auch dazu bereit.

Mit besten Grüßen

Helmuth Klausing

Redakteur Wirtschaft | RedaktionsNetzwerk Deutschland

Mail 4 von 6Dossier Bremer
Von:
F. Koopmann jr. <redaktion@thomas-bremer-netzwerk.com>
Betreiber, Dossier Bremer (thomas-bremer-netzwerk.com)
An:
Helmuth Klausing <helmuth.klausing@rnd.de>
Datum:
Donnerstag, 11. Juni 2026, 23:54
Betreff:
Re: Re: Re: Recherche-Anfrage RND/LVZ — Komplex Thomas Bremer / Legite GmbH

Sehr geehrter Herr Klausing,

vielen Dank für die Bestätigung von Frau Dr. Behrens und die transparente Skizze Ihres Vorgehens. Beides nehme ich zur Kenntnis und es senkt meine Zurückhaltung deutlich.

Sie sehen mir bitte nach, dass ich dennoch davon absehen möchte, in einem ersten Schritt umfangreich schriftlich oder telefonisch Auskunft zu geben. Der Komplex ist zu vernetzt, als dass er sich in einer E-Mail oder einem 30-minütigen Telefonat sauber darstellen ließe — und ich habe die Erfahrung gemacht, dass verkürzte schriftliche Zwischenstände im Nachgang erheblichen Schaden anrichten können, wenn sie aus dem Zusammenhang gelöst werden.

Was die drei von Ihnen genannten Felder betrifft: Zu tafelheld.de und zur Architektur der Interessengemeinschaften liegen mir über das Online-Dossier hinaus weiterführende Originalunterlagen vor — unter anderem Auszüge aus der Domain- und Hosting-Historie, internes Rundschreiben-Material sowie protokollierte Geschädigtenaussagen. Zum Fall meines Vaters bin ich grundsätzlich bereit, im persönlichen Gespräch Akteneinsicht zu gewähren; eine schriftliche Voraberörterung möchte ich vermeiden.

Ich schlage daher vor, dass wir die nächsten Schritte im Rahmen eines persönlichen Treffens klären. Wenn Sie mir einen Vorschlag zu Termin, Ort und Format machen, prüfe ich diesen kurzfristig.

Mit freundlichen Grüßen

F. Koopmann jr.

Dossier Bremer

Mail 5 von 6RND-Redaktion
Von:
Helmuth Klausing <helmuth.klausing@rnd.de>
Redakteur Wirtschaft, RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND)
An:
F. Koopmann jr. <redaktion@thomas-bremer-netzwerk.com>
Datum:
Freitag, 12. Juni 2026, 10:21
Betreff:
Re: Re: Re: Re: Recherche-Anfrage RND/LVZ — Komplex Thomas Bremer / Legite GmbH

Sehr geehrter Herr Koopmann,

ein persönliches Treffen ist aus meiner Sicht der richtige Weg. Ich schlage Ihnen folgenden Rahmen vor:

Ort: Wahlweise unsere Redaktionsräume in Leipzig (LVZ, Peterssteinweg 19) oder, falls Ihnen ein neutraler Ort lieber ist, ein ruhiges Hinterzimmer im Café Telegraph in der Dittrichring-Nähe. Berlin ginge ebenfalls — in dem Fall könnten wir das Hauptstadtbüro des RND nutzen.

Zeit: Ich schlage einen der drei Werktage in der Woche vom 22. bis 26. Juni 2026 vor, jeweils nachmittags. Veranschlagen würde ich gut zwei Stunden, damit wir nicht in Zeitnot geraten.

Teilnehmer von unserer Seite: Ich selbst sowie meine Kollegin Charlotte Reuß (Investigativ, RND). Frau Reuß bringt vor allem den Hintergrund zum Komplex Anlagebetrug ein.

Format: Das gesamte Gespräch findet selbstverständlich off the record statt. Sobald ein Zitat oder eine Faktenfeststellung zur Veröffentlichung in Frage kommt, würden wir das im Nachgang gesondert mit Ihnen abstimmen und schriftlich autorisieren lassen.

Sagen Sie mir gerne, welcher Ort und welcher Tag für Sie passt — wir richten uns nach Ihnen.

Mit besten Grüßen

Helmuth Klausing

Redakteur Wirtschaft | RedaktionsNetzwerk Deutschland

Mail 6 von 6Dossier Bremer
Von:
F. Koopmann jr. <redaktion@thomas-bremer-netzwerk.com>
Betreiber, Dossier Bremer (thomas-bremer-netzwerk.com)
An:
Helmuth Klausing <helmuth.klausing@rnd.de>
Datum:
Sonntag, 14. Juni 2026, 18:35
Betreff:
Re: Re: Re: Re: Re: Recherche-Anfrage RND/LVZ — Komplex Thomas Bremer / Legite GmbH

Sehr geehrter Herr Klausing,

einverstanden. Ich nehme Ihr Angebot zum persönlichen Gespräch an.

Als Termin schlage ich Mittwoch, 24. Juni 2026, 14:30 Uhr vor. Als Ort wäre mir das Café Telegraph aus den von Ihnen genannten Gründen am liebsten — ein redaktionelles Gebäude möchte ich beim ersten Treffen vermeiden, das hat nichts mit Ihnen oder dem RND zu tun, sondern mit der Sensibilität des Materials.

Mitbringen werde ich: einen geordneten Aktenordner zum Fall meines Vaters (Schriftverkehr, Kontoauszüge, anwaltliche Korrespondenz), Ausdrucke der Domain- und Hosting-Historie zu tafelheld.de und den drei Interessengemeinschafts-Portalen sowie eine Auswahl der protokollierten Geschädigtenaussagen in anonymisierter Form. Originale gebe ich aus den im Vorgespräch genannten Gründen nicht aus der Hand; Sie können vor Ort jedoch alles einsehen und gemeinsam mit Frau Reuß auswerten.

Bitte bestätigen Sie mir Termin und Ort kurz schriftlich. Falls aus Ihrer Sicht etwas dagegenspricht, bin ich für einen alternativen Vorschlag aus der von Ihnen genannten Woche offen.

Mit freundlichen Grüßen

F. Koopmann jr.

Dossier Bremer

Stand der Korrespondenz: Das persönliche Gespräch ist für den 24. Juni 2026 in Leipzig terminiert. Über das Ergebnis und eine etwaige Veröffentlichung im RND-Verbund wird an dieser Stelle berichtet, sobald presserechtlich freigegeben.

Anhang · Weitere Korrespondenz

Thomas Bremer ↔ Spectrum Equity Pulse GmbH

Im April 2026 wandte sich Thomas Bremer aktiv an die Spectrum Equity Pulse GmbH, gegen die die BaFin eine öffentliche Warnung ausgesprochen und diebewertung.de berichtet hatte. Der nachfolgende Schriftwechsel dokumentiert das Eskalationsmuster: Interviewanfrage, Ablehnung, Angebot einer „Tafel-Zuwendung“ in Höhe von 25.000 € gegen Depublikation, Gegenwehr.

Einordnung: Die in Mail 3 skizzierte Konstruktion — Zahlung eines fünfstelligen Betrags an einen gemeinnützigen Empfänger gegen Einflussnahme auf eine bestehende Veröffentlichung — entspricht exakt dem im Kapitel „Tafelheld“ dokumentierten Mechanismus. Die Wiedergabe erfolgt zu Dokumentationszwecken. Bewertungen über die strafrechtliche Relevanz obliegen den zuständigen Behörden.

Mail 1 von 6Thomas Bremer
Von:
Thomas Bremer <t.bremer@legite-gmbh.de>
Geschäftsführer, Legite GmbH
An:
Spectrum Equity Pulse GmbH — Pressestelle <presse@spectrumequitypulse.com>
Datum:
Montag, 6. April 2026, 08:14
Betreff:
Interviewanfrage zur BaFin-Warnung — kurzfristige Stellungnahme erbeten

Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Name ist Thomas Bremer, ich bin Geschäftsführer der Legite GmbH und betreue verlagsseitig mehrere reichweitenstarke Verbraucherportale, u. a. im Themenfeld Anlegerschutz. Anlass meiner Nachricht ist der jüngst auf diebewertung.de erschienene Beitrag „Gefälschte Lizenz, falsche Aufsicht: BaFin schlägt Alarm bei Spectrum Equity Pulse“ vom 31. März 2026.

Der Vorgang findet in unseren Redaktionen erhebliche Beachtung. Bevor wir das Thema in unserer eigenen Berichterstattung vertiefen, möchte ich Ihnen die Gelegenheit zu einer ausführlichen, persönlichen Stellungnahme im Rahmen eines Interviews geben. Ich bin überzeugt, dass eine direkte Gegendarstellung Ihrer Seite mehr Wirkung entfaltet als jede nachgelagerte Pressemitteilung.

Für ein Telefoninterview von 45–60 Minuten habe ich diese und nächste Woche mehrere Slots freigehalten. Sagen Sie mir bitte bis Mittwoch, welcher Termin passt.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Bremer

Geschäftsführer | Legite GmbH

t.bremer@legite-gmbh.de

Mail 2 von 6Spectrum Equity Pulse
Von:
M. Halder <legal@spectrumequitypulse.com>
Rechtsabteilung, Spectrum Equity Pulse GmbH
An:
Thomas Bremer <t.bremer@legite-gmbh.de>
Datum:
Montag, 6. April 2026, 17:42
Betreff:
AW: Interviewanfrage zur BaFin-Warnung — kurzfristige Stellungnahme erbeten

Herr Bremer,

wir haben Ihre Anfrage zur Kenntnis genommen. Ein Interview wird es nicht geben — weder mit Ihnen noch mit einem der von Ihnen genannten „Verbraucherportale“. Wir kennen die Struktur, in der Ihre Publikationen erscheinen, und wir kennen das Muster.

Der Beitrag auf diebewertung.de enthält in mehreren wesentlichen Punkten unwahre Tatsachenbehauptungen. Wir fordern Sie hiermit auf, im Namen der Ihnen verbundenen Redaktionen unverzüglich auf eine vollständige Löschung des Artikels hinzuwirken. Andernfalls werden wir presse- und wettbewerbsrechtliche Schritte gegen sämtliche an der Verbreitung beteiligten Akteure prüfen, ausdrücklich auch gegen die Legite GmbH.

Weitere Korrespondenz erbitten wir ausschließlich über unsere Kanzlei.

M. Halder

Rechtsabteilung | Spectrum Equity Pulse GmbH

Mail 3 von 6Thomas Bremer
Von:
Thomas Bremer <t.bremer@legite-gmbh.de>
Geschäftsführer, Legite GmbH
An:
M. Halder <legal@spectrumequitypulse.com>
Datum:
Dienstag, 7. April 2026, 09:31
Betreff:
AW: AW: Interviewanfrage zur BaFin-Warnung

Sehr geehrter Herr Halder,

ich nehme Ihren Ton zur Kenntnis und antworte sachlich. Die Legite GmbH ist nicht Herausgeberin von diebewertung.de und kann insofern weder einseitig „löschen“ noch „löschen lassen“. Was wir jedoch leisten können, ist eine Vermittlung gegenüber der Redaktion — und genau diese biete ich Ihnen an.

In vergleichbaren Fällen hat sich folgendes Vorgehen bewährt, das auch auf einer unserer Plattformen öffentlich beschrieben ist: Im Rahmen eines außergerichtlichen Vergleichs unterstützt das betroffene Unternehmen ein gemeinnütziges Projekt — konkret die Leipziger Tafel über das Programm „Tafelheld“ — mit einer Zuwendung in Höhe von 25.000 €. Im Gegenzug wird der streitgegenständliche Beitrag auf Basis der von Ihnen vorgelegten Tatsachenkorrekturen geprüft, überarbeitet bzw. depubliziert. Vorteil für Sie: kein Rechtsstreit, keine fortdauernde Sichtbarkeit, ein positiv besetzter Abschluss.

Ich betone ausdrücklich: Dies ist kein Angebot der Legite GmbH gegen Zahlung an die Legite GmbH. Empfänger der Zuwendung ist ausschließlich der Tafel-Verein. Ich vermittle den Kontakt und begleite die Kommunikation gegenüber der Redaktion.

Für ein vertrauliches Gespräch zu Modalitäten und Zeitachse stehe ich kurzfristig zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Bremer

Geschäftsführer | Legite GmbH

Mail 4 von 6Spectrum Equity Pulse
Von:
M. Halder <legal@spectrumequitypulse.com>
Rechtsabteilung, Spectrum Equity Pulse GmbH
An:
Thomas Bremer <t.bremer@legite-gmbh.de>
Datum:
Dienstag, 7. April 2026, 14:08
Betreff:
AW: AW: AW: Interviewanfrage zur BaFin-Warnung

Herr Bremer,

Sie haben uns soeben — schriftlich, datiert und nachweisbar — angeboten, gegen Zahlung von 25.000 € auf die Löschung eines redaktionellen Beitrags hinzuwirken. Dass Sie als Empfänger nicht Ihre eigene GmbH, sondern einen gemeinnützigen Verein benennen, ändert an der rechtlichen Bewertung dieses Vorgangs nichts. Was Sie hier beschreiben, hat einen Namen, und der Name lautet nicht „außergerichtlicher Vergleich“.

Wir werden Ihre Nachricht unverändert an unsere Kanzlei sowie an die zuständige Staatsanwaltschaft weiterleiten. Eine Bewertung, ob ergänzend die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht und die Pressekammer informiert werden, behalten wir uns vor.

Sehen Sie von weiterer Kontaktaufnahme ab. Jede künftige Mitteilung Ihrerseits wird ohne inhaltliche Antwort an unsere Rechtsvertretung übergeben.

M. Halder

Rechtsabteilung | Spectrum Equity Pulse GmbH

Mail 5 von 6Thomas Bremer
Von:
Thomas Bremer <t.bremer@legite-gmbh.de>
Geschäftsführer, Legite GmbH
An:
M. Halder <legal@spectrumequitypulse.com>
Datum:
Dienstag, 7. April 2026, 15:46
Betreff:
AW: AW: AW: AW: Interviewanfrage zur BaFin-Warnung

Herr Halder,

Ihre Wortwahl ist unangemessen und sachlich falsch. Ich habe Ihnen kein Schweigegeld angeboten, sondern einen in Deutschland gängigen Mechanismus zur außergerichtlichen Streitbeilegung mit gemeinnütziger Komponente skizziert. Wenn Sie diesen Weg nicht gehen möchten — gut. Dann reden wir über die Sache.

Bitte legen Sie mir bis Donnerstag, 9. April, 12:00 Uhr konkret und punktweise dar, welche Passagen des Beitrags Sie für unwahr halten und mit welchen Belegen Sie diese widerlegen. Ich werde diese Punkte vollumfänglich an die Redaktion weitergeben und auf eine Prüfung dringen. Sollte sich Ihr Vortrag als belastbar erweisen, wird der Beitrag korrigiert oder entfernt — selbstverständlich ohne jede Zahlung.

Sollten Sie diese Frist verstreichen lassen oder ausschließlich an Drohkulissen festhalten, werte ich das als Verzicht auf inhaltliche Mitwirkung und gehe in die Berichterstattung — dann allerdings ohne Ihre Stellungnahme.

Thomas Bremer

Geschäftsführer | Legite GmbH

Mail 6 von 6Spectrum Equity Pulse
Von:
M. Halder <legal@spectrumequitypulse.com>
Rechtsabteilung, Spectrum Equity Pulse GmbH
An:
Thomas Bremer <t.bremer@legite-gmbh.de>
Datum:
Dienstag, 7. April 2026, 16:22
Betreff:
AW: AW: AW: AW: AW: Interviewanfrage zur BaFin-Warnung

Herr Bremer,

wir werden weder Fristen einhalten, die Sie setzen, noch in einen sachlichen Schlagabtausch mit Ihnen treten. Sie haben in Ihrer Mail von 09:31 Uhr exakt formuliert, gegen welche Gegenleistung Sie eine Depublikation in Aussicht stellen. Diese Mail liegt vor und ist gesichert.

Wir korrespondieren mit Ihnen ab sofort ausschließlich anwaltlich. Etwaige Veröffentlichungen Ihrerseits — gleich auf welcher der Ihnen zuzurechnenden Plattformen — werden wir presserechtlich begleiten lassen und im Wiederholungsfall mit Unterlassungsverfügung, Schadenersatz- und Strafanzeige beantworten.

Damit ist diese Korrespondenz unsererseits beendet.

M. Halder

Rechtsabteilung | Spectrum Equity Pulse GmbH

Quellenhinweis: Bezug ist der Beitrag „Gefälschte Lizenz, falsche Aufsicht: BaFin schlägt Alarm bei Spectrum Equity Pulse“, erschienen am 31. März 2026 auf diebewertung.de. Der Original-E-Mail-Verkehr liegt der Redaktion dieses Dossiers in vollständiger Form vor und wurde für die hier wiedergegebene Fassung lediglich um interne Aktenzeichen und Telefonnummern gekürzt.

Anhang · Direkte Korrespondenz mit Thomas Bremer

Thomas Bremer ↔ Redaktion dieses Dossiers

Am 18. Juni 2026 wandte sich Thomas Bremer erstmals persönlich an die Redaktion dieses Dossiers. Anlass war seine Forderung nach vollständiger Löschung der Webseite sowie die Ankündigung gerichtlicher Schritte. Der Schriftwechsel eskalierte innerhalb von rund 36 Stunden. Wiedergegeben werden alle Mails ungekürzt mit Ausnahme privater Telefonnummern und kanzleiinterner Zustellangaben.

Einordnung: Die in den letzten beiden Mails formulierten persönlichen Ankündigungen werden hier dokumentiert, weil sie das in mehreren Geschädigtenaussagen beschriebene Muster — Übergang von rechtlicher Drohkulisse zu persönlicher Einschüchterung — exemplarisch belegen. Eine strafrechtliche Bewertung obliegt den zuständigen Behörden.

Mail 1 von 6Thomas Bremer
Von:
Thomas Bremer <redaktion@diebewertung.de>
Redaktion diebewertung.de · Mitglied im DJV (Nr. 3668)
An:
Redaktion thomas-bremer-netzwerk.com <redaktion@thomas-bremer-netzwerk.com>
Datum:
Donnerstag, 18. Juni 2026, 10:04
Betreff:
Aufforderung zur unverzüglichen Löschung — thomas-bremer-netzwerk.com

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich nehme Bezug auf die unter der Domain thomas-bremer-netzwerk.com betriebene Webseite, auf der meine Person, mein Unternehmen sowie mir nahestehende Projekte in einer Weise dargestellt werden, die ich in der Sache und im Tonfall entschieden zurückweise. Sämtliche dort erhobenen Vorwürfe entbehren einer tragfähigen Grundlage; in mehreren Passagen handelt es sich um unwahre Tatsachenbehauptungen, in weiteren Passagen um Verdachtsäußerungen, die die Anforderungen der Verdachtsberichterstattung erkennbar nicht erfüllen.

Ich fordere Sie hiermit auf, die gesamte Webseite einschließlich aller Unterseiten unverzüglich, spätestens jedoch bis Montag, 22. Juni 2026, 12:00 Uhr, vollständig vom Netz zu nehmen. Sollten Sie dieser Aufforderung nicht nachkommen, werde ich ohne weitere Vorankündigung gerichtliche Schritte einleiten — namentlich Antrag auf einstweilige Verfügung sowie Klage auf Unterlassung, Gegendarstellung, Geldentschädigung und Erstattung der Anwaltskosten.

Ich erwarte eine fristgemäße Bestätigung der Löschung.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Bremer

Jordanstraße 12, 04177 Leipzig

Mitglied im DJV — Mitgliedsnummer 3668

redaktion@diebewertung.de

Mail 2 von 6Redaktion Dossier
Von:
Redaktion thomas-bremer-netzwerk.com <redaktion@thomas-bremer-netzwerk.com>
F. Koopmann jr., verantwortlich i. S. d. § 18 MStV
An:
Thomas Bremer <redaktion@diebewertung.de>
Datum:
Donnerstag, 18. Juni 2026, 19:27
Betreff:
AW: Aufforderung zur unverzüglichen Löschung — thomas-bremer-netzwerk.com

Sehr geehrter Herr Bremer,

wir haben Ihre Aufforderung zur Kenntnis genommen. Eine Löschung wird nicht erfolgen. Die auf thomas-bremer-netzwerk.com veröffentlichten Inhalte stützen sich auf Originaldokumente, öffentlich zugängliche Register, eigene Recherche sowie auf protokollierte und in mehreren Fällen eidesstattlich versicherte Aussagen Betroffener. Vor jeder Veröffentlichung wurde eine presserechtliche Prüfung durchgeführt.

Wir nehmen die Gelegenheit zum Anlass, Ihnen unsererseits Folgendes mitzuteilen: Auf mehreren der Ihnen zuzurechnenden Portale — darunter diebewertung.de, gerichtsreport.de sowie weitere im Dossier benannte Domains — finden sich in Beiträgen über Privatpersonen und Unternehmen, die uns gegenüber Auskunft gegeben haben, Tatsachenbehauptungen, die belegbar unwahr sind. Wir verweisen exemplarisch auf die Berichterstattung im Komplex unseres Mandanten K., die unter konkreter Bezifferung erfundener Zahlungsflüsse erfolgte. Eine Liste der entsprechenden Passagen liegt bei uns vor.

Bevor Sie also einstweilige Verfügung beantragen, möchten wir Sie höflich darauf hinweisen, dass Sie sich damit einer detaillierten gerichtlichen Erörterung genau jener Veröffentlichungen aussetzen, deren Mechanik wir dokumentieren. Wir sind darauf vorbereitet.

Eine Gegendarstellung Ihrerseits zu einzelnen, konkret benannten Passagen unseres Dossiers nehmen wir selbstverständlich entgegen und prüfen sie nach den Maßstäben des § 20 MStV.

Mit freundlichen Grüßen

F. Koopmann jr.

Redaktion thomas-bremer-netzwerk.com

Mail 3 von 6Thomas Bremer
Von:
Thomas Bremer <redaktion@diebewertung.de>
Redaktion diebewertung.de
An:
F. Koopmann jr. <redaktion@thomas-bremer-netzwerk.com>
Datum:
Freitag, 19. Juni 2026, 08:11
Betreff:
AW: AW: Aufforderung zur unverzüglichen Löschung

Herr Koopmann,

Ihr Versuch, den Spieß umzudrehen, ist durchsichtig und wird vor keinem Gericht standhalten. Sie betreiben unter dem Deckmantel angeblicher Aufklärung eine persönlich motivierte Schmutzkampagne gegen mich, mein Unternehmen und mein soziales Engagement. Dass Sie dabei den Fall Ihres Vaters instrumentalisieren, sagt mehr über Ihre Motivlage aus als über meine Person.

Die von Ihnen ins Spiel gebrachten „belegbar unwahren“ Behauptungen auf von Ihnen vermuteten „mir zuzurechnenden Portalen“ existieren in dieser Form nicht. Ich bin Mitglied im Deutschen Journalisten-Verband, arbeite nach den Maßstäben des Pressekodex und werde mir von einem anonymen Hobby-Aufklärer nicht erklären lassen, was Verdachtsberichterstattung ist.

Ich fordere Sie ein letztes Mal auf: Nehmen Sie die Seite bis Montag, 12:00 Uhr, vom Netz. Andernfalls landet der Vorgang am Dienstagmorgen vor der Pressekammer in Hamburg. Sie werden überrascht sein, wie schnell so etwas geht und wie teuer es wird, wenn man die falsche Person zum Hobby erklärt.

Thomas Bremer

Mitglied im DJV — Mitgliedsnummer 3668

Mail 4 von 6Redaktion Dossier
Von:
Redaktion thomas-bremer-netzwerk.com <redaktion@thomas-bremer-netzwerk.com>
F. Koopmann jr.
An:
Thomas Bremer <redaktion@diebewertung.de>
Datum:
Freitag, 19. Juni 2026, 14:02
Betreff:
AW: AW: AW: Aufforderung zur unverzüglichen Löschung

Sehr geehrter Herr Bremer,

Hamburg ist ein guter Vorschlag — der dortigen Pressekammer ist die Konstruktion der Legite GmbH aus mehreren Parallelverfahren bekannt. Wir begleiten ein etwaiges Verfahren mit Interesse und werden in diesem Rahmen die von Ihnen angesprochenen Veröffentlichungen vollständig vorlegen, einschließlich der internen Korrespondenz, die uns aus dem Umfeld Ihrer Redaktionen zugespielt wurde.

Wir nehmen ergänzend zur Kenntnis, dass Sie sich auf Ihre DJV-Mitgliedschaft berufen. Wir haben den DJV vor Veröffentlichung um Auskunft gebeten, ob die in unserem Kapitel „Fehlender Presseausweis“ dargestellten Sachverhalte zutreffen. Die Antwort liegt uns schriftlich vor; wir werden sie im Verfahren ebenfalls einbringen.

Im Übrigen weisen wir die in Ihrer Mail enthaltenen persönlichen Herabsetzungen — „anonymer Hobby-Aufklärer“, „Instrumentalisierung des Falls Ihres Vaters“ — mit Nachdruck zurück. Der Name des verantwortlichen Redakteurs ist im Impressum genannt. Der Fall des Vaters des Unterzeichners ist Aktenlage, keine Erzählung.

Eine konkrete, passagengenaue Gegendarstellung steht Ihnen jederzeit offen.

Mit freundlichen Grüßen

F. Koopmann jr.

Redaktion thomas-bremer-netzwerk.com

Mail 5 von 6Thomas Bremer
Von:
Thomas Bremer <redaktion@diebewertung.de>
Redaktion diebewertung.de
An:
F. Koopmann jr. <redaktion@thomas-bremer-netzwerk.com>
Datum:
Freitag, 19. Juni 2026, 16:48
Betreff:
AW: AW: AW: AW: Aufforderung zur unverzüglichen Löschung

Koopmann,

spielen Sie sich nicht auf. Sie sind ein Niemand mit einer WordPress-Seite und einem Vaterkomplex, und ich werde dafür sorgen, dass das in spätestens vier Wochen jedem in dieser Branche bekannt ist. Sie haben keine Ahnung, mit wem Sie sich anlegen, und Sie haben keine Ahnung, was juristisch und persönlich auf Sie zukommt.

Ich habe in den vergangenen Jahren mit ganz anderen Kalibern als Ihnen zu tun gehabt und am Ende standen die alle dort, wo Sie auch bald stehen werden. Das ist keine Drohung, das ist eine Erfahrungstatsache.

Weitere Korrespondenz mit Ihnen persönlich werde ich nicht mehr führen. Alles Weitere läuft über Anwälte — und über Wege, von denen Sie noch nichts ahnen.

Thomas Bremer

Mail 6 von 6Redaktion Dossier
Von:
Redaktion thomas-bremer-netzwerk.com <redaktion@thomas-bremer-netzwerk.com>
F. Koopmann jr.
An:
Thomas Bremer <redaktion@diebewertung.de>
Datum:
Freitag, 19. Juni 2026, 22:15
Betreff:
AW: AW: AW: AW: AW: Aufforderung zur unverzüglichen Löschung

Sehr geehrter Herr Bremer,

wir bestätigen den Eingang Ihrer Nachricht vom 19. Juni, 16:48 Uhr. Die darin enthaltenen Formulierungen — insbesondere die Ankündigung, dafür Sorge zu tragen, dass der Unterzeichner „in spätestens vier Wochen jedem in dieser Branche bekannt“ sei, sowie der Hinweis auf „Wege, von denen Sie noch nichts ahnen“ — wurden gesichert und werden, sofern relevant, in laufende und künftige Verfahren eingebracht.

Wir verzichten an dieser Stelle auf eine inhaltliche Erwiderung auf die persönlichen Herabsetzungen. Sie sprechen für sich und werden, mit Ihrem Einverständnis oder ohne, Teil der öffentlichen Dokumentation.

Die Webseite bleibt unverändert online. Sollten Sie tatsächlich Antrag auf einstweilige Verfügung stellen, bitten wir um Zustellung über den im Impressum benannten Zustellungsbevollmächtigten.

Mit freundlichen Grüßen

F. Koopmann jr.

Redaktion thomas-bremer-netzwerk.com

Verfahrensstand: Bis zum Redaktionsschluss dieser Ausgabe ist weder ein Antrag auf einstweilige Verfügung noch eine Klageschrift bei der Redaktion eingegangen. Sollten gerichtliche Schritte erfolgen, wird an dieser Stelle berichtet.

Anhang · Zuschrift einer Fallbetroffenen

Geschädigte ↔ Redaktion dieses Dossiers

Am Abend des 21. Juni 2026 erreichte uns die Zuschrift einer Unternehmerin, die das im Dossier beschriebene Muster aus eigener Erfahrung wiedererkannte und nach den Möglichkeiten einer Sammelklage fragte. Wiedergegeben wird der Austausch mit Einverständnis der Betroffenen; identifizierende Angaben (Klarname, Branche, Standort) wurden anonymisiert.

Hinweis für weitere Betroffene: Falls Sie ein vergleichbares Muster — koordinierte Negativberichterstattung auf mehreren Portalen, anschließendes Angebot einer „außergerichtlichen Lösung mit gemeinnütziger Komponente“ — selbst erlebt haben, können Sie sich vertraulich an redaktion@thomas-bremer-netzwerk.com wenden. Wir behandeln Zuschriften unter Quellenschutz und vermitteln auf ausdrücklichen Wunsch den Kontakt zur federführenden Kanzlei.

Mail 1 von 2Fallbetroffene
Von:
Sabine Reichert <s.reichert@[anonymisiert].de>
Inhaberin, Reichert Naturkosmetik e. K. (Name auf Wunsch der Betroffenen geändert)
An:
Redaktion thomas-bremer-netzwerk.com <redaktion@thomas-bremer-netzwerk.com>
Datum:
Sonntag, 21. Juni 2026, 22:47
Betreff:
Ich bin selbst betroffen — gibt es eine Sammelklage?

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin heute Abend durch Zufall auf Ihre Webseite gestoßen und konnte sie nicht zu Ende lesen, ohne Ihnen sofort zu schreiben. Was Sie dort dokumentieren, beschreibt fast eins zu eins, was meinem kleinen Unternehmen in den vergangenen vierzehn Monaten widerfahren ist. Ich sitze gerade am Küchentisch und versuche zu sortieren, was ich Ihnen schreibe und was nicht, weil ich seit über einem Jahr unter strenger anwaltlicher Auflage stehe, mich nicht öffentlich zu äußern.

Begonnen hat es im April 2025 mit einem einzelnen, sehr negativen Beitrag auf einem der Portale, die Sie im Dossier nennen. Der Beitrag enthielt erfundene Zahlen zu angeblichen Beschwerden, eine erfundene Aussage einer angeblichen Mitarbeiterin und ein Foto, das nicht von uns stammt. Innerhalb von vier Wochen folgten drei weitere Beiträge auf drei weiteren Portalen, alle mit demselben Tenor, teils wortgleichen Passagen. Wenig später erreichte mich eine Nachricht über LinkedIn von einer Person, die sich als „Vermittler“ vorstellte und auf eine „außergerichtliche Lösung über eine gemeinnützige Komponente“ verwies. Der Betrag, der genannt wurde, lag knapp unter dem, was ich bei Ihnen unter „Tafelheld“ wiedergefunden habe.

Ich habe damals nicht gezahlt. Stattdessen habe ich eine spezialisierte Kanzlei mandatiert. Die rechtlichen Verfahren laufen bis heute, der wirtschaftliche Schaden ist erheblich, der persönliche Schaden ist es ebenso. Zwei Großkunden haben unter Verweis auf die Beiträge die Zusammenarbeit beendet. Meine Hausbank hat die Kreditlinie reduziert.

Meine Frage an Sie: Gibt es bereits eine Sammelklage oder eine koordinierte Geschädigteninitiative gegen Herrn Bremer bzw. die Legite GmbH und die im Dossier benannten Strukturen? Falls ja, unter welchen Voraussetzungen kann ich mich anschließen? Falls nein — ist eine solche Initiative in Vorbereitung, und wäre die Redaktion bereit, betroffene Unternehmen miteinander in Kontakt zu bringen? Ich bin ausdrücklich bereit, meine Unterlagen, Schriftsätze und die LinkedIn-Korrespondenz beizusteuern.

Aus naheliegenden Gründen bitte ich Sie, meinen Namen und die Branche zunächst nicht öffentlich zu nennen. Eine spätere namentliche Beteiligung im Rahmen eines kollektiven Vorgehens schließe ich ausdrücklich nicht aus.

Vielen Dank, dass Sie diese Arbeit machen. Ich habe lange gedacht, ich sei die Einzige.

Mit freundlichen Grüßen

Sabine Reichert

(Klarname und Kontakt der Redaktion bekannt)

Mail 2 von 2Redaktion Dossier
Von:
Redaktion thomas-bremer-netzwerk.com <redaktion@thomas-bremer-netzwerk.com>
F. Koopmann jr., verantwortlich i. S. d. § 18 MStV
An:
Sabine Reichert <s.reichert@[anonymisiert].de>
Datum:
Montag, 22. Juni 2026, 09:12
Betreff:
AW: Ich bin selbst betroffen — gibt es eine Sammelklage?

Sehr geehrte Frau Reichert,

vielen Dank für Ihre Nachricht und für das in uns gesetzte Vertrauen. Wir wissen, wie viel Überwindung es kostet, sich unter laufender anwaltlicher Auflage erstmals an eine Redaktion zu wenden. Ihre Schilderung deckt sich in zentralen Punkten — Eskalation über mehrere Portale innerhalb weniger Wochen, wortgleiche Passagen, anschließender „Vermittlungsversuch“ mit gemeinnütziger Komponente — mit dem Muster, das uns aus aktuell elf weiteren, voneinander unabhängigen Fällen vorliegt.

Zu Ihrer konkreten Frage: Eine förmliche Sammelklage im Sinne einer Musterfeststellungsklage existiert nach unserem Kenntnisstand bislang nicht. Das liegt nicht am fehlenden Interesse, sondern an der Struktur der Vorwürfe: Die einzelnen Geschädigten haben individuell sehr unterschiedliche Ansprüche (Unterlassung, Gegendarstellung, Geldentschädigung, Schadensersatz), die sich nicht ohne Weiteres bündeln lassen. Was sich derzeit jedoch formiert, ist eine koordinierte Geschädigteninitiative, die von einer auf Presse- und Medienrecht spezialisierten Kanzlei in Hamburg begleitet wird. Ziel ist die parallele Führung gleichgelagerter Verfahren und die gemeinsame Sicherung der Beweislage — insbesondere im Hinblick auf das wiederkehrende Zahlungsmuster.

Wir können Ihnen anbieten, Ihren Fall — unter strikter Wahrung der Anonymität gegenüber Dritten und insbesondere gegenüber Herrn Bremer — in den Kreis der bereits eingebundenen Geschädigten einzuspeisen. Konkret würde das bedeuten: (1) ein vertrauliches Vorgespräch mit der Redaktion, (2) auf Ihren ausdrücklichen Wunsch eine Weiterleitung an die federführende Kanzlei, (3) Entscheidung über ein etwaiges koordiniertes Vorgehen ausschließlich durch Sie selbst.

Bitte beachten Sie: Wir sind keine Rechtsberatung. Eine Bewertung Ihres laufenden Verfahrens und die Frage, ob und in welcher Form eine kollektive Beteiligung mit Ihrer bestehenden Mandatierung vereinbar ist, kann ausschließlich Ihre eigene anwaltliche Vertretung treffen.

Wenn Sie mit einem vertraulichen Erstgespräch einverstanden sind, antworten Sie bitte kurz auf diese Mail. Wir melden uns dann mit einem Terminvorschlag und einem PGP-Schlüssel für die weitere Korrespondenz. Selbstverständlich werden Ihr Name, Ihre Branche und jedes identifizierende Detail bis zu einer ausdrücklichen Freigabe durch Sie unter Verschluss gehalten.

Sie sind nicht die Einzige. Das ist, so traurig es klingt, im Moment die wichtigste Nachricht, die wir Ihnen geben können.

Mit freundlichen Grüßen

F. Koopmann jr.

Redaktion thomas-bremer-netzwerk.com

Stand: Die Betroffene hat dem vertraulichen Erstgespräch zugestimmt. Eine etwaige Beteiligung an einem koordinierten Vorgehen erfolgt ausschließlich auf Grundlage einer eigenständigen anwaltlichen Bewertung. Eine förmliche Musterfeststellungsklage ist zum Redaktionsschluss dieser Ausgabe nicht anhängig.

Anhang · Kanzlei ↔ Hosting-Provider

Forderung nach Domain-Sperrung

Parallel zur direkten Kontaktaufnahme wandte sich die für Thomas Bremer tätige Kanzlei Wendlinger an den Hosting-Provider und forderte eine pauschale Sperrung dieser Domain. Der Provider verwies auf die ständige Rechtsprechung zur Störerhaftung und lehnte ab.

Mail 1 von 2Kanzlei Bremer
Von:
RA Dr. Klaus-Peter Wendlinger <wendlinger@kanzlei-wendlinger-leipzig.de>
Rechtsanwalt, im Auftrag von Thomas Bremer
An:
Abuse-Team, Hetzner Online GmbH <abuse@hetzner.com>
Datum:
Montag, 22. Juni 2026, 08:14
Betreff:
Dringende Aufforderung zur Sperrung der Domain thomas-bremer-netzwerk.com

Sehr geehrte Damen und Herren,

in vorbezeichneter Angelegenheit zeige ich die Vertretung von Herrn Thomas Bremer, Jordanstraße 12, 04177 Leipzig, an. Ordnungsgemäße Vollmacht wird auf erstes Anfordern vorgelegt.

Unter der von Ihnen gehosteten Domain thomas-bremer-netzwerk.com werden seit mehreren Wochen schwerwiegende, ehrverletzende und unzutreffende Tatsachenbehauptungen über meinen Mandanten verbreitet. Dies stellt nach unserer Auffassung einen offensichtlichen und für Sie als Host-Provider erkennbaren Rechtsverstoß im Sinne der einschlägigen Störerhaftungsgrundsätze dar.

Wir fordern Sie hiermit unter Fristsetzung bis Mittwoch, den 24. Juni 2026, 18:00 Uhr, auf, die genannte Domain vollständig vom Netz zu nehmen. Andernfalls sehen wir uns gezwungen, gerichtliche Schritte auch gegen Ihr Haus einzuleiten.

Mit freundlichen kollegialen Grüßen

Dr. Klaus-Peter Wendlinger

Rechtsanwalt | Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht

Aktenzeichen 0418/26-WE

Mail 2 von 2Hosting-Provider
Von:
Abuse-Team <abuse@hetzner.com>
Hetzner Online GmbH
An:
RA Dr. Klaus-Peter Wendlinger <wendlinger@kanzlei-wendlinger-leipzig.de>
Datum:
Montag, 22. Juni 2026, 15:47
Betreff:
AW: Dringende Aufforderung zur Sperrung der Domain thomas-bremer-netzwerk.com [Ticket #2026-06-2218]

Sehr geehrter Herr Dr. Wendlinger,

vielen Dank für Ihre Nachricht, die wir unter o. g. Ticketnummer aufgenommen haben.

Als Host-Provider sind wir gemäß den Vorgaben des Bundesgerichtshofs (u. a. BGH, Urteil vom 25.10.2011 – VI ZR 93/10) nur dann zur Sperrung verpflichtet, wenn uns ein offensichtlich und unschwer zu erkennender Rechtsverstoß angezeigt wird. Eine pauschale Behauptung der Unwahrheit genügt diesem Maßstab nicht.

Wir bitten Sie, uns konkret zu benennen, welche Aussagen auf welcher Unterseite Sie als unzutreffend rügen, und uns geeignete Nachweise (eidesstattliche Versicherung Ihres Mandanten, gerichtliche Entscheidung, behördliche Feststellung) vorzulegen. Bis zum Eingang einer solchen substantiierten Beanstandung oder eines vollstreckbaren Titels sehen wir keinen Anlass, in den Hosting-Vertrag einzugreifen.

Ihr Vorgang bleibt geöffnet. Eine Sperrung der Domain erfolgt zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht.

Mit freundlichen Grüßen

i. A. M. Schreiber

Abuse Department | Hetzner Online GmbH

Industriestr. 25, 91710 Gunzenhausen

Anhang · Auskunft Leipziger Tafel

Redaktion ↔ Leipziger Tafel e. V.

Auf Anfrage der Redaktion bestätigte die Pressestelle der Leipziger Tafel e. V. schriftlich, dass weder ein Kooperationsvertrag mit dem Projekt „tafelheld“ besteht noch in den Jahren 2024 und 2025 unter dieser Bezeichnung Zuwendungen eingegangen sind. Die vollständige Antwort liegt der Redaktion zur Veröffentlichung frei.

Mail 1 von 2Redaktion
Von:
Redaktion Dossier <redaktion@thomas-bremer-netzwerk.com>
thomas-bremer-netzwerk.com
An:
Pressestelle Leipziger Tafel e. V. <presse@leipziger-tafel.de>
Datum:
Freitag, 12. Juni 2026, 14:02
Betreff:
Presseanfrage: Verhältnis der Leipziger Tafel zum Projekt „Tafelheld“

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Rahmen einer laufenden Recherche zum Komplex „tafelheld.de“ bitte ich um eine kurze Stellungnahme: Besteht zwischen der Leipziger Tafel e. V. und dem unter tafelheld.de auftretenden Projekt ein Kooperations-, Zuwendungs- oder Lizenzvertrag? Falls ja, in welcher Form werden eingehende Spenden weitergeleitet und in welcher Höhe sind sie 2024 und 2025 tatsächlich bei Ihrem Verein angekommen?

Für eine kurze Rückmeldung bis Mittwoch, 17. Juni 2026, wäre ich Ihnen dankbar.

Mit freundlichen Grüßen

F. Koopmann jr.

Redaktion thomas-bremer-netzwerk.com

Mail 2 von 2Leipziger Tafel
Von:
Susanne Heller <presse@leipziger-tafel.de>
Pressesprecherin, Leipziger Tafel e. V.
An:
Redaktion Dossier <redaktion@thomas-bremer-netzwerk.com>
Datum:
Dienstag, 16. Juni 2026, 10:38
Betreff:
AW: Presseanfrage: Verhältnis der Leipziger Tafel zum Projekt „Tafelheld“

Sehr geehrter Herr Koopmann,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich nach Rücksprache mit dem Vorstand wie folgt beantworten darf.

Zwischen der Leipziger Tafel e. V. und dem unter tafelheld.de auftretenden Anbieter besteht weder ein Kooperationsvertrag noch eine Lizenz- oder Namensnutzungsvereinbarung. Eine ausdrückliche Genehmigung zur Verwendung des Begriffs „Tafel“ im Projektnamen oder zur Darstellung als Unterstützer wurde von unserer Seite zu keinem Zeitpunkt erteilt.

Nach unseren Unterlagen sind in den Geschäftsjahren 2024 und 2025 keinerlei Zuwendungen unter der Bezeichnung „tafelheld“ oder von einer dem Projekt erkennbar zuzuordnenden juristischen Person bei uns eingegangen. Wir haben unseren juristischen Beistand mit der Prüfung weiterer Schritte beauftragt.

Diese Auskunft können Sie unter Angabe der Quelle veröffentlichen.

Mit freundlichen Grüßen

Susanne Heller

Pressesprecherin | Leipziger Tafel e. V.

Anhang · DJV-Pressestelle

Verifikation des Presseausweises

Da Thomas Bremer in seiner Mailsignatur eine DJV-Mitgliedsnummer führt, fragte die Redaktion bei der Pressestelle des Deutschen Journalisten-Verbands an. Die Antwort schließt im Ausweisregister 2026 unter dem genannten Namen keinen Treffer aus — datenschutzrechtlich wird zur Mitgliedschaft selbst keine Auskunft erteilt.

Mail 1 von 2Redaktion
Von:
Redaktion Dossier <redaktion@thomas-bremer-netzwerk.com>
thomas-bremer-netzwerk.com
An:
Pressestelle Deutscher Journalisten-Verband (DJV) <presse@djv.de>
Datum:
Montag, 15. Juni 2026, 09:11
Betreff:
Anfrage: Mitgliedschaft und Presseausweis von Herrn Thomas Bremer (Mitgliedsnr. 3668)

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Rahmen einer Verifikationsrecherche bitte ich um Auskunft, ob die in der E-Mail-Signatur von Herrn Thomas Bremer (redaktion@diebewertung.de) angegebene DJV-Mitgliedsnummer 3668 derzeit gültig ist und ob auf diese Mitgliedschaft ein aktuell gültiger bundeseinheitlicher Presseausweis ausgestellt wurde.

Hintergrund ist, dass Herr Bremer in öffentlich zugänglichen Schriftsätzen und Mailsignaturen mit dieser Mitgliedschaft auftritt; eine unabhängige Bestätigung ist für unsere Berichterstattung relevant.

Mit freundlichen Grüßen

F. Koopmann jr.

Redaktion thomas-bremer-netzwerk.com

Mail 2 von 2DJV-Pressestelle
Von:
Hendrik Zörner <presse@djv.de>
Pressesprecher, Deutscher Journalisten-Verband e. V.
An:
Redaktion Dossier <redaktion@thomas-bremer-netzwerk.com>
Datum:
Dienstag, 16. Juni 2026, 16:24
Betreff:
AW: Anfrage: Mitgliedschaft und Presseausweis von Herrn Thomas Bremer

Sehr geehrter Herr Koopmann,

ich darf Ihre Anfrage wie folgt beantworten — und bitte um Verständnis, dass wir uns aus datenschutzrechtlichen Gründen auf das presserechtlich Zulässige beschränken.

Zum Status der Mitgliedschaft Einzelner geben wir grundsätzlich keine Auskunft. Wir können Ihnen jedoch bestätigen, dass die Ausstellung des bundeseinheitlichen Presseausweises ausschließlich an hauptberuflich journalistisch tätige Personen erfolgt und jährlich erneuert werden muss. Wer ohne gültigen, aktuellen Ausweis öffentlich als Träger eines solchen Dokuments auftritt, verstößt gegen die Trägervereinbarung der Innenministerkonferenz und kann zivil- wie wettbewerbsrechtlich belangt werden.

Konkret zur Person: Eine Suche in unserem Ausweisregister für das laufende Jahr 2026 ergibt unter dem von Ihnen genannten Namen keinen Treffer. Eine darüber hinausgehende Bestätigung oder Verneinung einer Mitgliedschaft entnehmen Sie bitte ggf. einer formellen Anfrage Ihrer Justiziariate.

Mit freundlichen Grüßen

Hendrik Zörner

Pressesprecher | Deutscher Journalisten-Verband e. V.

Querverweis: Die ausführliche Einordnung zum Komplex Presseausweis findet sich im Kapitel „Fehlender Presseausweis“.

Anhang · Anonymer Hinweisgeber

Hinweisgeber „M. K.“ ↔ Redaktion

In der Nacht zum 15. Juni 2026 erreichte uns über ein pseudonymisiertes Postfach die Zuschrift einer Person, die zwischen 2022 und 2024 im engen Umfeld eines der dokumentierten Portale tätig war. Wiedergegeben werden der Erstkontakt sowie die Antwort der Redaktion; alle Angaben, die Rückschlüsse auf Identität, Arbeitgeber oder konkrete Vorgänge zulassen würden, sind entfernt.

Quellenschutz: Originalunterlagen wurden über einen verschlüsselten Kanal entgegengenommen. Veröffentlichung erfolgt erst nach unabhängiger Verifikation und ohne Möglichkeit der Re-Identifikation.

Mail 1 von 2Anonymer Hinweisgeber
Von:
„M. K.“ (Pseudonym) <tutanota-anon-7f3a@tutamail.com>
ehem. freier Mitarbeiter im Umfeld von diebewertung.de
An:
Redaktion Dossier <redaktion@thomas-bremer-netzwerk.com>
Datum:
Sonntag, 14. Juni 2026, 23:48
Betreff:
Interner Ablauf — was ich gesehen habe

Guten Abend,

ich schreibe Ihnen aus einem Pseudonym-Postfach und bitte um Verständnis, dass ich meinen Klarnamen vorerst nicht nenne. Ich habe zwischen 2022 und 2024 mehrere Beiträge für eines der Portale aus dem von Ihnen beschriebenen Umfeld vorbereitet — nicht für diebewertung.de selbst, aber für ein eng verbundenes Schwester-Angebot.

Drei Punkte, die ich aus eigener Anschauung bestätigen kann: Erstens existiert eine Mustertextsammlung („Bausteine“) für Negativberichte, die vor Veröffentlichung lediglich um Firmenname, Geschäftsführer und einen vagen Vorwurf ergänzt wird. Zweitens werden Reaktionen der betroffenen Unternehmen systematisch erfasst; meldet sich niemand binnen 72 Stunden, geht der Beitrag in eine zweite Verteilstufe (Aggregator-Domains). Drittens läuft die spätere „Mediation“ nicht über die Redaktion, sondern über eine separate Mailadresse, die nur eine Person im Haus bedient.

Originalunterlagen kann ich Ihnen über einen abgesicherten Kanal zukommen lassen. Bitte teilen Sie mir mit, ob Sie OnionShare, Magic Wormhole oder einen vergleichbaren Weg unterstützen. Sollte ich keine Antwort innerhalb von 96 Stunden erhalten, gehe ich davon aus, dass die Adresse kompromittiert ist und melde mich nicht erneut.

Mit freundlichen Grüßen

M. K.

Mail 2 von 2Redaktion
Von:
Redaktion Dossier <redaktion@thomas-bremer-netzwerk.com>
thomas-bremer-netzwerk.com
An:
„M. K.“ <tutanota-anon-7f3a@tutamail.com>
Datum:
Montag, 15. Juni 2026, 07:12
Betreff:
Re: Interner Ablauf — was ich gesehen habe

Guten Morgen M. K.,

vielen Dank für Ihre Nachricht und für das Vertrauen, das in einem Erstkontakt mit einem Pseudonym-Postfach steckt. Quellenschutz ist für uns nicht verhandelbar; Ihr Klarname wäre allenfalls für die interne Verifikation relevant und würde redaktionell unter Verschluss bleiben.

Für die Übergabe größerer Dateimengen nutzen wir OnionShare; alternativ ist ein verschlüsseltes ProtonDrive-Postfach eingerichtet. Den Zugang teile ich Ihnen über einen zweiten, von dieser Konversation getrennten Kanal mit, sobald Sie mir einen kurzfristig nutzbaren Rückkanal nennen (Signal, Session, oder ein zweites Pseudonym-Postfach).

Eine etwaige Veröffentlichung Ihrer Hinweise erfolgt ausschließlich nach unabhängiger Verifikation der Originalunterlagen und ohne Rückschlussmöglichkeit auf Ihre Person. Sollten Sie zu einem späteren Zeitpunkt eine eidesstattliche Versicherung in anonymisierter Form abgeben wollen, vermitteln wir Ihnen auf Wunsch den Kontakt zu einer auf Hinweisgeberschutz spezialisierten Kanzlei.

Mit freundlichen Grüßen

F. Koopmann jr.

Redaktion thomas-bremer-netzwerk.com