Kapitel 03

Fallakten

Vier exemplarische Fälle, die das Funktionieren des Systems lückenlos belegen.

Die sogenannten Interessengemeinschaften bilden das operative Einfallstor für Schiene A des Netzwerks. Sie fangen den durch die Bremer-Portale erzeugten Suchtraffic ab und monetarisieren die Opfer ein zweites Mal. Vier Fälle dokumentieren das Vorgehen exemplarisch.

Fallakte A — Canada Gold Trust

Nachdem das großvolumige Anlageprodukt Canada Gold Trust in Schieflage geriet, gründete das Netzwerk umgehend eine Interessengemeinschaft Canada Gold Trust. Verzweifelte Anleger wurden unter dem Vorwand des Kapitalschutzes gedrängt, der IG beizutreten und eine pauschale Aufnahmegebühr von 99 Euro zu entrichten. Die Internetseite und Datenverwaltung wurden vollständig durch die Opus Bonum GmbH administriert. In offiziellen Rundschreiben ließ sich Thomas Bremer als Ideengeber und unser Unterstützer feiern.

Konkretes Opferschicksal

Der 68-jährige Berliner Friedrich Koopmann wurde durch die existenzbedrohende Panikmache auf Bremers Plattformen systematisch aus seiner laufenden Goldrente getrieben, direkt zur Kanzlei Linnemann pilotiert und investierte sein verbliebenes Erspartes im ruinösen Dunstkreis des Canada Gold Trust. Das Ergebnis: Totalverlust.

Fallakte B — DEGAG (Deutsche Grundbesitz Holding AG)

Beim Eintreten wirtschaftlicher Spannungen bei der DEGAG schaltete das Netzwerk die Domain ig-degag.verbraucherschutzforum.berlin scharf. Über gefälschte Berichte wurde akute Panik vor einem Totalverlust geschürt. Geschädigtenforen dokumentieren lückenlos, dass betroffenen Genussrechtsinhabern innerhalb dieser vermeintlichen Schutzgemeinschaft gezielt die kooperierenden Netzwerk-Kanzleien empfohlen wurden.

Fallakte C — Cehatrol

Bei Cehatrol verdiente das Konsortium direkt mit — durch Umlenkung von Anlegern in netzwerkeigene Partnerprodukte. Das Schema ist identisch: Diffamierung des Ursprungsprodukts, Abfangen der Verängstigten, Umschichtung in eigene Vehikel.

Fallakte D — Gold-Rente & Kanzlei Linnemann

Das Schicksal der 57-jährigen Marion Zimmermann aus Bremen dokumentiert das Prinzip des sogenannten Churning — der systematischen, schädigenden Umschichtung von Vermögenswerten zur Gebührenschneiderei. Ihr seriöses Gold-Investment wurde auf diebewertung.de gezielt diffamiert und als Totalverlustrisiko dargestellt. In Todesangst um ihre Altersvorsorge kontaktierte sie die im Beitrag platzierte Kanzlei Linnemann. Dort wurden erhebliche Mandatsgebühren generiert und ihr verbleibendes Kapital zeitgleich in das hauseigene, intransparente Partnerprodukt Gold-Rente umgeschichtet. Bremer verdiente als doppelter Türsteher.